Trockenen Fußes durch Nesserlander Schleuse

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REDAKTIONSHINWEIS: Honorarfreies Pressebild zur redaktionellen Verwendung bei Nennung "Foto: Andreas Burmann/Nports". Emden, Niedersachsen, DEU, 30.08.2017, Baustellenbegehung Nesserlander Schleuse in Emden. Foto: Andreas Burmann/Nports [ (c) Dipl. Des. (FH) Andreas Burmann, Ammergaustrasse 156, 26123 Oldenburg, Tel.: +49-441-99867610 oder +49-171-5442466; info@andreas-burmann.de ]

„Heute ist eine wichtige Etappe bei der Sanierung der Nesserlander Schleuse erreicht“, freute sich jetzt Hafenminister Olaf Lies bei einer Baustellenbegehung bei Niedersachsen Ports in Emden. Zudem übergab er in Emden einen Förderbescheid.

„Die Schleusenkammer wird schon in wenigen Tagen wieder komplett mit Wasser gefüllt sein. Ich freue mich, dass der Abschluss der Sanierungsarbeiten an der Nesserlander Schleuse damit in greifbare Nähe rückt und eine wichtige Lebensader für den Emder Hafen schon bald wieder voll funktionsfähig ist. Der Hafen Emden ist ein zentraler Baustein unserer Hafens Niedersachsen“, erklärte der Wirtschaftsminister.

Die Arbeiten in den Bereichen Außenhaupt, Flutschleuse, Schleusenkammer und Binnenhaupt sind bis auf kleinere Restarbeiten abgeschlossen. Ebenfalls erledigt sind die Betonarbeiten im Bereich der Trogstrecke. Der Einbau der Brückenklappe, der Pylone und der Waagebalken im Sommer 2017 erfolgte reibungslos.

Ab dem 4. September wird die Hafengesellschaft Niedersachsen Ports (NPorts) nun mit der Flutung der Schleusenanlage beginnen. „Das Wasser wird langsam durch das Außenhaupt einfließen bis der Binnenhafenwasserstand von Normalnull +1,10 m erreicht ist“, erläutert der Projektleiter bei NPorts, Aiko Hollander, den Vorgang. Danach wird die Spundwand entfernt, die die Baustelle derzeit sichert. Taucher werden diese Spundwand unter Wasser abbrennen. Dieser gesamte Vorgang wird circa eine Woche in Anspruch nehmen. Im Anschluss werden die Leitdalben im Binnen- und Außenhafen eingebracht. Derzeit wird die komplette Schleusenanlage elektrotechnisch und hydraulisch ausgerüstet. Auch wird der Straßenbau zwischen Schleusenanlage und Borkumkai bis Ende des Jahres fertiggestellt. Zeitgleich erfolgt die Ausrüstung der Schleusenanlage mit Lampenmasten, Zäunen und Geländern. Außerdem werden die Flächen auf der Schleuseninsel befestigt.

Die Nesserlander Schleuse und die Große Seeschleuse sind die beiden Lebensadern des Emder Hafens. Aktuell ist der Hafen nur über die Große Seeschleuse zu erreichen. „Durch die Komplettsanierung wird eine leistungsfähige Anbindung des Binnenhafens wiederhergestellt und die Große Seeschleuse erheblich entlastet“, betont Holger Banik, Geschäftsführer der Niedersachsen Ports.

Die erste Schiffsdurchfahrt ist noch in diesem Jahr für den 22. Dezember geplant. Die sanierte Schleuse wird vergrößert. Nach Abschluss der Arbeiten wird sie über eine nutzbare Breite von 18 Metern, eine Tiefe von minus sieben Metern unter Normalnull und eine Länge von 170 Metern verfügen.

Das Schifffahrts- und Logistikunternehmen Ems Ports hat von Lies für die geplante Erweiterung der Betriebsstätte in Emden einen Förderbescheid in Höhe von einer Million Euro erhalten. Insgesamt investiert das Unternehmen zehn Millionen Euro in die Erweiterung der Freilagerflächen sowie den Bau einer weiteren Logistikhalle sowie die Anschaffung von Terminalzugmaschinen.

Wirtschaftsminister Olaf Lies: „Ems Ports ist ein dynamisch wachsendes international agierendes Unternehmen, das die gesamte Palette eines modernen Schifffahrts- und Logistikunternehmens abdeckt. Mit unserer Förderung unterstützen wir Ems Ports dabei, sich auch in Zukunft wettbewerbsfähig aufzustellen. Die von dem Unternehmen geplanten Investitionen erhöhen die Leistungsfähigkeit und Umschlagseffizienz. Darüber hinaus entstehen dadurch 14 neue Dauerarbeitsplätze und zwei weitere Plätze für Azubis.”

Die Fördermittel stammen aus der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW) sowie aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE).

Aktuell unterstützt das niedersächsische Wirtschaftsministerium 31 Unternehmen und einen Projektträger im touristischen Bereich mit rund 16 Millionen Euro für betriebliche Investitionen. Die einzelbetriebliche Investitionsförderung für gewerbliche Unternehmen bildet den Schwerpunkt der Förderung und beträgt rund 15 Millionen Euro. Insgesamt kommen 12 Anträge aus dem Raum Lüneburg, neun aus Braunschweig, sieben aus dem Raum Weser-Ems sowie vier aus der Leine-Weser Region.

Minister Lies erklärte: „Mit den Fördergeldern unterstützen wir Unternehmerinnen und Unternehmer in strukturschwachen Regionen bei wichtigen Investitionen und Vorhaben. Voraussetzung für die Förderung ist die Schaffung von Arbeitsplätzen. Insgesamt entstehen mit den Fördergeldern mehr als 226 neue sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze, 61 Dauerarbeitsplätze werden gesichert. Unsere Förderung löst in den nächsten Jahren rund 84 Millionen Euro an Investitionen aus.”

Quelle: Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG und Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Foto: Andreas Burmann/Nports, Blick in die Nesserlander Schleuse

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